Die Interne Evaluation ist ein Instrument zur Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen. Sie regt dazu an, sich über den eigenen Standpunkt und das fachliche Handeln klar zu werden und zu einer fundierten Einschätzung der eigenen pädagogischen Arbeit zu gelangen.
In diesem Verfahren reflektieren Pädagog*innen ihre Arbeit kritisch anhand fachlich begründeter Qualitätsansprüche und -kriterien. Ausgehend von konkreten Beispielen aus der aktuellen Praxis jeder einzelnen pädagogischen Fachkraft arbeitet das Team in einer fachlich fundierten Diskussion bereits Gelingendes heraus und nimmt zugleich Perspektiven für die Weiterentwicklung in den Blick. Daraus werden konkrete Ziele und Maßnahmen für die pädagogische Arbeit abgeleitet.
Die Interne Evaluation ist ein erprobtes und systematisches Verfahren der Qualitätsentwicklung. Sie hilft dabei, pädagogische Inhalte in die Praxis zu überführen und pädagogisches Handeln auf der Grundlage fachlich begründeter Kriterien zu überprüfen. Dabei geht es zunächst darum, individuell und anschließend gemeinsam im Team Erreichtes zu erkennen und wertzuschätzen sowie über weniger Gelungenes nachzudenken.
Die Ressourcen der gesamten Kindertageseinrichtung und der einzelnen Pädagog*innen werden dabei bewusst einbezogen und zum Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung gemacht. Die Interne Evaluation versteht sich als Instrument zur Stärkung und Ermutigung jeder pädagogischen Fachkraft und fördert eine an Aushandlung orientierte Teamkultur.
Weiterführende Literatur:
- Preissing / Heller: Qualität im Situationsansatz. Berlin 2009
- Preissing / Boldaz-Hahn: Qualität von Anfang an. Berlin 2009
- Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung: Werkzeugkiste Interne Evaluation. Weimar / Berlin 2010
Wir begleiten Sie und Ihr Team gern bei der Internen Evaluation zu Ihrem Bildungsprogramm oder Qualitätshandbuch. Sprechen Sie uns an.
Projekte:
Überarbeitung des Verfahrens zur Internen Evaluation zum saarländischen Bildungsprogramm
QuaSi – Qualität im Situationsansatz