Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Fachtagung 2018

8. Baustelle Inklusion zum Thema sozio-ökonomische Unterschiede/ Armut

Save the date: Montag 25. Juni 2018

In Deutschland ist die sozio-ökonomische Lage von Familien ausschlaggebend für die Bildungschancen und für die Teilhabe von Kindern. Die sozio-ökonomischen Unterschiede werden größer, immer weniger Menschen verfügen über einen großen Teil des gesamten Vermögens, die Einkommensunterschiede wachsen. Was bedeutet das für junge Kinder? Wie erleben sie sozio-ökonomische Unterschiede, woran machen sie diese fest, wann entwickeln sie eine Vorstellung von Armut/Reichtum, wie bringen sie diese in Verbindung mit Gerechtigkeit/ Ungerechtigkeit? Welchen Einfluss haben die Unterschiede und deren Bewertungen auf ihre Identitätsentwicklung, auf ihr Welt- und Menschenbild? Und was bedeuten sozio-ökonomische Unterschiede für Kindertageseinrichtungen, welchen Beitrag kann pädagogische Praxis gegenüber der überwältigenden Realität der ungleichen Verteilung von Ressourcen und Perspektiven leisten?

Das Programm zum Download finden Sie ab Januar 2018 hier.

 

"Ich will ein echtes Haus"

Abschlusspräsentation des Forschungsprojekts zum Alltagserleben von jungen Kindern in Unterkünften für geflüchtete Menschen

Tagungsort: 22.09.2017 in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Was bedeutet es für junge Kinder in einer Erstaufnahmeeinrichtung, Not- oder Gemeinschaftsunterkunft in Berlin zu leben? Wie das Titelzitat eines 6-jährigen Jungen: „Ich will ein echtes Haus“ verdeutlicht, werden diese Unterkünfte als anders, nicht normal, nicht „echt“ erlebt. Sie werden als Provisorien eingerichtet und doch verbringen neu ankommende Familien hier mehrere Monate bis Jahre. Wie gestalten Kinder bis 6 Jahre ihr Leben in diesen Einrichtungen? Wie nutzen sie Spiel- und Handlungsräume? Welche Beziehungsnetzwerke haben sie? Mit welchen Zuschreibungen, Diskriminierungen und Kinderrechtsverletzungen werden sie konfrontiert und wie gehen die Kinder, ihre Familien und die Mitarbeitenden der Unterkünfte damit um? Diesen und vielen Fragen mehr ist das am INIB e. V. der Evangelischen Hochschule Berlin und dem ISTA/Fachstelle Kinderwelten angesiedelte Forschungsprojekt mittels partizipativer Methoden der qualitativen Sozialforschung über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren nachgegangen. Die Abschlusstagung stellte die Forschungsergebnisse der ethnographisch-explorativen Studie vor und gab Raum zur Diskussion, zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Eine Fotodokumentation folgt in Kürze hier!

Programm: deutsch, englisch, farsi, arabisch

 

Fachtagung 2017

7. Baustelle Inklusion: Think big, act small!

Von der Kunst, die Mikroprozesse pädagogischer Praxis inklusiv zu gestalten

30. Juni 2017 in der Berliner Stadtmission, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin

Seit Herbst 2016 liegen vier Praxisbücher zur Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung vor. Sie zeigen „Inklusion in der Kitapraxis“ in den vier Handlungsfeldern Lernumgebung, Interaktion mit Kindern, Zusammenarbeit mit Eltern und Zusammenarbeit im Team. Sie enthalten Praxisbeispiele und Prozessberichte, die veranschaulichen, wie Kolleg*innen in Kitas bundesweit den Ansatz in praktisches Handeln überführen. Wie genau geschieht dies? Wie zeigt sich das „Große“ der Inklusion in den kleinen konkreten Entscheidungen und Vorgehensweisen pädagogischer Fachkräfte? Welche didaktischen Prinzipien sind dabei hilfreich, welche Methoden eignen sich? "Think big, act small" - das Motto leihen wir uns von unserer DECET-Partnerorganisation MUTANT/NL, die eine Publikation so betitelt hat.

Das WIE der Gestaltung pädagogischer Prozesse war unser Thema auf der 7. Baustelle Inklusion. Es ist häufig eher unterbelichtet, größere Aufmerksamkeit gilt Leitbildern, Zielen und Qualitätsansprüchen. Zu deren Umsetzung werden häufig pädagogische Intuition oder „Haltung“ ins Feld geführt, die kaum konkrete Hinweise geben, was bei der Gestaltung pädagogischer Praxis zu berücksichtigen ist. Die Beispiele in den Praxisbüchern veranschaulichen, dass bereits in Fragen an Kinder oder in den Rückmeldungen zu ihrem Handeln inklusive Qualität  zum Tragen kommt. Auf der 7. Baustelle untersuchten wir, worauf es dabei ankommt und wie das ebenfalls gerade erschienene „Qualitätshandbuch für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Kitas“ dies unterstützen kann.

Programm hier.

Dokumentation bald hier abrufbar.

 

Die Praxisbücher sind da!

Im Rahmen des Bundesprogramms des BMFSFJ "Frühe Chancen" werden die 4 Bände "Inklusion in der Kitapraxis" zu den Handlungsfeldern Lernumgebung, Interaktion mit Kindern, Zusammenarbeit mit Eltern und Zusammenarbeit im Team an die Sprach-Kitas verteilt. Sie geben Impulse, wie Sprachliche Bildung, Inklusion und Zusammenarbeit mit Eltern zu verbinden sind.

ISTA/Fachstelle Kinderwelten (2016): Inklusion in der Kitapraxis. 4 Bücher im Set. WAMIKI, Berlin. ISBN 978-3-945810-25-5  Info Praxisbücher